Versorgungstunnel saniert mit FRP (faserverstärkte Kunststoffe)
Versorgungstunnel sind Stahlbetonhohlkästen, die vor allem in Großstädten als Gehäuse für unterirdische Versorgungskabel und -rohre benutzt werden. Weil sie immer unterirdisch angebracht werden, sind sie stets Feuchtigkeit ausgesetzt. Die einbetonierte Bewehrung ist dadurch in erhöhtem Maße korrosionsgefährdet. Dies kann möglicherweise zum Zusammenbruch des Tunnels führen.
Der hier gezeigte Fall ist solch ein Tunnel, der unterhalb des Arizona State Hospitals in Phönix verläuft. In fast allen Fällen ist die Öffnung zu dem Tunnel sehr klein, was die Reparatur der Konstruktion mit herkömmlichen Mitteln sehr erschwert.
Zur
Sanierung und Verstärkung dieser Konstruktion wurden Kohlefaserpolymere
eingesetzt. Der Verbundwerkstoff wurde in der Nähe der Tunnelöffnung
gesättigt. Der sehr hohen Sommertemperaturen wegen, stellte der Bauunternehmer
auf der Baustelle einen gekühlten Raum zum Lagern der Harze zur Verfügung.
Außerdem wurde ein temporäres Zeltdach aufgebaut, um die Sättigungsmaschine
im Schatten zu platzieren und damit ein schnelles Trocknen des Harzes
zu verhindern.
Die gesättigten Kunststoffe wurden über den Kanalisationsschacht in den Tunnel eingeführt und an allen Innenoberflächen angearbeitet.
Dieses Bild zeigt das Tunnelinnere nach der Reparatur. Die Rohre wurden vorübergehend mit schützenden Plastikfolien bedeckt. Der Platzmangel im Tunnel ist in diesem Bild gut zu sehen.
Ausführende Firmen
Bauingenieure: KPFF Consulting Engineers, Phönix, AZ
Bauunternehmer: Robert E. Porter Construction, Phönix, AZ
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